Die Probenannahme stellt ein Schlüsselelement im Workflow des klinischen Laboratoriums dar. Sie ist sowohl Schnittstelle nach Extern zu den Einsendern und nach Intern zu den analytischen und organisatorischen Folgeprozessen. Die Probenannahme überwacht den Zustand der eingehenden Proben und ist für das Proben-Tracking bis zur Verteilung an die jeweiligen Arbeitsplätze (APs) verantwortlich.
Durch die Automation in Form einer analytischen Straße wird die Personalbindung innerhalb des analytischen Workflows minimiert und Ressourcen freigesetzt. An Schnittstellen zwischen den automatisierten Prozessen entstehen "Sollbruchstellen", die einer besonderen Betrachtung unterzogen werden müssen. Verzögerungen gehen hier eindeutig zu Lasten der Turnaround-Time und somit der Patientensicherheit.
Weiterhin wird die Qualität und damit auch die Aussagekraft labormedizinischer Untersuchungen durch den Faktor Transportbedingungen maßgeblich mit beeinflusst. Temperaturüberwachte Transportlogistik sowie die Einhaltung gefahrgutrechtlicher Gesetze und Vorschriften sind wesentliche Bestandteile der Präanalytik und werden von der Annahme überwacht / geprüft. Werden die Transportbedingungen nicht eingehalten oder kommt es aufgrund des falschen Probenmaterials zu Verzögerungen, kann es zu einer Herabsetzung der Richtigkeits-/Leistungsquote, Fehldifferenzierung und über falsche/verzögerte Diagnosen zu falschen/verzögerten Therapien kommen.
Detaillierte Anweisungen zur Annahme, Erfassung und Weiterleitung von Proben, sowie deren Lagerung und Rückstellung werden in separaten Prozessbeschreibungen / Verfahrensanweisungen im Bereich Labor-Prozesse / Kernprozesse / Annahme beschrieben.