Die patientennahe Sofortdiagnostik (Point-of-care testing, POCT) ist eine dezentrale Labordiagnostik direkt am Krankenbett, im OP-Saal, in der Ambulanz oder am Unfallort. Sie ist geprägt von miniaturisierten Geräten unter Anwendung moderner IT. POCT führt zu einer Verkürzung der "turn-around-time", ist aber nur dann sinnvoll, wenn eine unmittelbare therapeutische Entscheidung abgeleitet wird. POCT bedarf weder Probenvorbereitung noch Pipettierschritte und es werden gebrauchsfertige Reagenzien zur Einzelprobenmessung angewandt.
POCT unterliegt vielfälltigen Risiken, insbesondere bei der Dokumentation, den Qualitätskontrollen und der Probenentnahme.
Die Analyse der Risikostrukturen bestätigt, dass durch eine zentrale Vernetzung die Risiken von POCT deutlich reduziert werden können. Fehler bei der manuellen Erfassung und Dokumentation werden elemeniert und die Qualitätskontrolle wird standardisiert überprüfbar. Die Ergebnisse der Patientenmessungen werden in die elektronische Patientenakte übermittelt.
Die nachfolgende SWOT-Analyse wurde unter Bezugnahme auf die zentrale Vernetzung erstellt.
[vgl. Eiff, Wilfried von (Hrsg.) / Brachmann, Matthias (2013): POCT-Management. Klinische und ökonomische Effekte. 1. Auflage. Medhochzwei-Verlag: Heidelberg.]